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Deutschland fördert afghanische Studenten an iranischen Universitäten 

Feier für Stipendiaten der Deutschen Akademischen Flüchtlingsinitiative Albert Einstein 2018 in Teheran

Feier für Stipendiaten der Deutschen Akademischen Flüchtlingsinitiative Albert Einstein 2018 in Teheran, © Deutsche Botschaft Teheran

26.11.2018 - Artikel

Die Referentin der Deutschen Botschaft Teheran für Flucht und Migration Dr. Barbara May sowie Vertreter der Teheraner Büros des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) trafen am 22.11. mit 40 in Iran lebenden afghanischen Flüchtlingen zusammen, die dank eines Stipendiums der Deutschen Akademischen Flüchtlingsinitiative Albert Einstein (DAFI) künftig an iranischen Universitäten studieren werden. Die Stipendien werden vom Auswärtigen Amt finanziert und vom UNHCR verwaltet. Der DAAD koordiniert die Alumni-Arbeit.

„Licht der Hoffnung“

Die Stipendien der deutschen Bundesregierung böten für viele Flüchtlinge neue Chancen und öffneten bisher verschlossene Türen, so May bei der Stipendiatenfeier. Dabei berichtete sie von einem Stipendiaten, der vor dem Studium auf dem Bau arbeiteten musste und heute als Chirurg Leben rettet.

Mit den Stipendien leiste Deutschland einen wichtigen Beitrag zu der Integration von Flüchtlingen in ihren Aufnahmeländern, so Länderdirektor des UNHCR Ivo Freijsen. Eine Stipendiatin bezeichnete das Programm als ein „Licht der Hoffnung für junge Studierende aus Afghanistan in Iran“.

12.000 Stipendien weltweit

Deutschland hat seit Auflage des Programms im Jahr 1992, das Flüchtlingen die Möglichkeit bietet, in ihrem Aufnahmeland einen Bachelor-Abschluss zu absolvieren, weltweit insgesamt über 12.000 junge Flüchtlinge gefördert.

Seit Ausweitung des Programms auf Iran im Jahr 1995 haben über 2000 in Iran lebende afghanische Flüchtlinge von der Förderung profitiert. Im Jahr 2018 wurden in Iran insgesamt 306 Stipendien an afghanische Flüchtlinge vergeben, darunter 187 an Frauen und 119 an Männer.

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