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Deutschland unterstützt weiterhin WFP-Aktivitäten im Iran

17.11.2020 - Pressemitteilung

Teheran – Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) begrüßt eine weitere Zuwendung der Bundesrepublik Deutschland in Höhe von 1 Mio. EUR (ca. 1,2 Mio. USD) im Rahmen seines Hilfsprogramms in der Islamischen Republik Iran.

Die Summe kommt zu einem Beitrag von 1 Mio. EUR hinzu, der bereits im April 2020 eingegangen war. Er kommt afghanischen und irakischen Flüchtlingen zugute, die in iranischen Siedlungen leben. Gleichzeitig ermöglicht es dem WFP Iranern helfen, die von Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Erdbeben, Heuschreckenbefall und den sozio-ökonomischen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betroffen sind.

„Die deutsche Regierung hat uns seit 2014 kontinuierlich mit Mitteln für unser Flüchtlingshilfeprogramm unterstützt“, sagte Negar Gerami, die WFP-Vertreterin und Büroleiterin im Iran. „Dass wir dieses Jahr einen Teil dieser Mittel für die Notfallreaktion bei größeren Naturkatastrophen verwenden können, bietet uns mehr Flexibilität bei der Erfüllung unseres Mandats, wofür wir äußerst dankbar sind.“

In erster Linie wird das WFP die Mittel zur Bereitstellung von Bargeld- und Nahrungsmittelhilfe verwenden, um den dringendsten Ernährungsbedarf von Flüchtlingsfamilien zu decken. Ein Teil der Mittel wird verwendet, um monatliche Notfallnahrungsmittelpakete für Familien zu beschaffen, die am stärksten von der Heuschreckenplage und COVID-19 betroffen sind – eine Kombination, die den Lebensunterhalt von Zehntausenden schutzbedürftiger Menschen in mehreren iranischen Provinzen gefährdet.

WFP ist seit etlichen Jahren ein enger Partner für Deutschland, um den Menschen zu helfen, die von Hunger und Unterernährung betroffen sind. Gerade während der Covid-19-Pandemie ist es wichtig, nicht die Schwächsten zu vergessen“, sagte Hans-Udo Muzel, der deutsche Botschafter in der Islamischen Republik Iran. „Deshalb wird Deutschland das WFP hier im Iran mit einer weiteren Million Euro unterstützen, um Bargeld- und Nahrungsmittelhilfe für Flüchtlinge und besonders betroffene Gemeinden bereitzustellen. Dies ist ein Teil des deutschen Engagements für den Multilateralismus.“

Seit mehr als drei Jahrzehnten hat die Islamische Republik Iran rund eine Million Flüchtlinge aufgenommen – die sechstgrößte Flüchtlingsbevölkerung der Welt. Der Iran ist auch eines der am stärksten von Katastrophen betroffenen Länder der Welt, das in jüngster Zeit von Erdbeben, Überschwemmungen, Heuschreckenplagen und der COVID-19-Pandemie besonders schwer getroffen wurde.

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