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FAQs

Foto von drei Buchstaben einer Tastatur: FAQ

Häufig gestellte Fragen FAQ, © Colourbox

11.10.2020 - Artikel

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen

Fragen zur Terminvereinbarung

Aufgrund der hohen Nachfrage nach Terminen für nationale Visa ist eine Antragstellung bei heutiger Registrierung in einigen Visumskategorien erst nach einer längeren Wartezeit möglich. Aufgrund der aktuellen Situation ist eine Vorhersage der Wartezeiten derzeit allerdings leider nicht möglich.

Wenn Sie als Fachkraft in Deutschland arbeiten möchten, kann Ihr Arbeitgeber das sogenannte beschleunigte Fachkräfteverfahren einleiten. Nach Erteilung der Vorabzustimmung durch die Ausländerbehörde erhalten Sie innerhalb von drei Wochen einen Termin zur Beantragung Ihres Visums. Innerhalb drei weiterer Wochen wird Ihr Antrag entschieden, wenn alle Unterlagen vollständig vorliegen.

Vorgezogene Sondertermine können nur für Visaanträge bei Schwangerschaft, zum Zweck der Erwerbstätigkeit, Eheschließung oder Forschung in Deutschland sowie in außergewöhnlichen humanitären oder medizinischen Fällen vergeben werden. Wir bitten Sie von Sonderterminanfragen abzusehen, wenn Sie nicht zu diesem Personenkreis gehören.

Sollten Sie zu dem genannten Personenkreis gehören, senden Sie uns bitte vorab relevante Dokumente, welche erheblich für Ihren Antrag sein könnten, möglichst vollständig sowie in den Formaten pdf oder jpg, per Mail an visainfo@tehe.diplo.de zu. Falls Sie uns in der Vergangenheit bereits Dokumente übermittelt haben, senden Sie uns bitte trotzdem sämtliche Unterlagen gesammelt und ggf. aktualisiert erneut zu. Bitte erwähnen Sie in Ihrer Anfrage stets die Nummer Ihres Reisepasses und, falls vorhanden, Referenznummer(n) Ihrer Registrierung(en).  

Folgende Dokumente werden für die Prüfung, ob ein Sondertermin vergeben werden kann, unbedingt vorab als Scan benötigt:

Terminanfragen zum Zweck der Erwerbstätigkeit in Deutschland:

  • nötige Zustimmungen der in Deutschland zu beteiligenden Behörden z. B. die Vorabzustimmung der zuständigen Ausländerbehörde oder die Vorabzustimmung oder Bescheinigung der Bundesagentur für Arbeit gem.  § 36 BeschV
  • Mitteilung, ob Familienangehörige miteinreisen oder nachziehen sollen - ggf. deren Registrierungsnummern
  • Höhe des Gehalts (§ 19a Abs. 1 Nr. 3 AufenthG i.V.m. § 2 Abs. 1 Nr. 2 lit. a) bzw. Abs. 2 BeschV),
  • Nachweis über Ihre beabsichtigte Beschäftigung, die Ihrer Qualifikation angemessene sein muss (§ 19a Abs.1),
  • Arbeitsvertrag oder ein verbindliches Arbeitsplatzangebot (§ 18 Abs. 5 AufenthG),
  • Nachweise zur Qualifikation (Anerkennung der iranischen Bildungsabschlüsse in Deutschland

Terminanfragen zur Eheschließung in Deutschland:

  • Terminbestätigung des zuständigen Standesamtes
  • Ausweisdokumente beider Verlobten

Terminanfragen bei Schwangerschaft:

  • ärztliches Attest, über das Bestehen der Schwangerschaft und den errechneten Geburtstermin
  • Ausweisdokumente (v.a. Reisepässe) der Schwangeren und der/des weiteren Reisenden
  • Dokumente, die die Abstammung begründen, wie etwa (übersetzte) Geburts-/Heiratsurkunde oder alternativ vorgeburtliche Vaterschaftsanerkennung

Terminanfragen zum Zweck der Forschung in Deutschland:

  • Aufnahmevereinbarung (Hosting agreement)
  • Vertrag mit der Forschungseinrichtung, v.a. mit Angaben zur Finanzierung (z.B. Stipendium)

Wenn Sie Ihrer Mail diese Unterlagen beigefügt haben, wird die Vergabe eines Sondertermins nun geprüft. Sollte die Vergabe eines Sondertermins in Ihrem Fall möglich sein, wird Ihnen der Sondertermin innerhalb von fünf Arbeitstagen mitgeteilt. Wenn Sie innerhalb von fünf Arbeitstagen keine Mail mit Informationen zu Ihrem Sondertermin erhalten, war eine Sonderterminvergabe leider nicht möglich. Aufgrund der Vielzahl der Terminanfragen ist eine individuelle Absage Ihrer Terminanfrage leider nicht möglich. Wir bitten Sie in diesem Fall weiterhin um Geduld und werden Sie selbstverständlich informieren, sobald wir Ihnen einen Termin über das oben beschriebene reguläre Terminvergabesystem anbieten können. Auch wenn wir wissen, wie enttäuschend es für Sie ist, wenn Sie keinen Sondertermin erhalten haben und wie wichtig ein Termin zur Visumbeantragung für Sie ist, bitten wir Sie von weiteren Anfragen abzusehen. Ihr Wunsch nach einem Sondertermin wird bereits bei Ihrer ersten Anfrage umfassend geprüft. Dabei berücksichtigen wir insbesondere Ihre individuelle Situation und die Dringlichkeit Ihres Antrags. Alle weiteren Anfragen werden zu keinem anderen Ergebnis führen und es wird leider weiterhin nicht möglich sein, Ihnen einen Sondertermin zu vergeben.


In diesen Fällen haben Sie sich mit einer falschen Email-Adresse registriert. Bitte übersenden Sie per Email Ihre Passkopie mit der Bitte um Stornierung der Terminregistrierung an visainfo@tehe.diplo.de. Die Botschaft storniert dann innerhalb von 5 Arbeitstagen Ihre Terminregistrierung. Danach können Sie sich erneut registrieren. Bitte beachten Sie, dass Sie aufgrund des hohen Aufkommens keine Antwort auf Ihre Mail erhalten.

Bitte übersenden Sie die Stornierungsbestätigung mit der Bitte um Zurücksetzung der Stornierung umgehend mit einer Passkopie an visainfo@tehe.diplo.de. Die Botschaft setzt die Stornierung dann zurück. Länger als 5 Arbeitstage zurückliegende Stornierungsvorgänge können grundsätzlich nicht mehr zurückgesetzt werden. In diesen Fällen ist dann eine Neuregistrierung erforderlich.

Fragen zur Antragstellung

1. Antragsverfahren

Bitte füllen Sie für jedes Kind zwei Antragsformulare aus, die beide von den Sorgeberechtigten (in der Regel beiden Elternteilen) zu unterschreiben sind. Das Einverständnis aller Sorgeberechtigten ist erforderlich.

Bei Kindern, die das 12. Lebensjahr vollendet haben, werden bei der Antragstellung die Fingerabdrücke erfasst. Bitte beachten Sie, dass auch Kinder unter 12 Jahren persönlich zur Antragstellung erscheinen müssen. 

2. Reisepass

Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument. Von Eltern unterschriebene Pässe der Kinder können nicht akzeptiert werden. Bei Kleinkindern, die noch nicht schreiben können, genügt ein nicht unterschriebener Pass.

3. Einverständnis des/der Sorgeberechtigten

Visumsanträge Minderjähriger (unter 18 Jahren) können nur mit einer förmlichen Einverständniserklärung aller Sorgeberechtigten (in der Regel beider Elternteile) gestellt werden.

Grundsätzlich erklären die Sorgeberechtigten ihr Einverständnis durch die Unterschrift auf dem Visumsantrag. Sollte diese Möglichkeit nicht bestehen, ist eine gesonderte Erklärung nötig.

Diese Erklärung muss beinhalten, dass der/die Sorgeberechtigte(n) mit der dauerhaften Ausreise des Kindes einverstanden sind/ist. Üblicherweise wird darin auch erklärt, für welchen Zeitraum und Reisezweck (z. B. „zum Sprachkurs / Schulbesuch / Studium“, „zur ständigen Wohnsitznahme in Deutschland“) diese Erklärung gilt.

Die Botschaft akzeptiert deshalb nur Einverständniserklärungen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht älter als sechs Monate sind. Die Einverständniserklärung ist mit legalisierter Übersetzung vorzulegen.

4. Sonderfälle

  • Sofern die Sorgeberechtigten nicht in Iran wohnhaft sind, ist die Einverständniserklärung abzugeben vor
    • einer iranischen Auslandsvertretung oder
    • einer deutschen Behörde oder
    • einer deutschen Auslandsvertretung oder
    • einem ausländischen Notar mit Legalisation 
  • Sofern einer der Sorgeberechtigten verstorben ist, legen Sie bitte dessen Sterbeurkunde mit legalisierter Übersetzung vor
  • Sofern das Sorgerecht einem Sorgeberechtigten allein übertragen wurde, legen Sie bitte den Beschluss des zuständigen Gerichts mit legalisierter Übersetzung vor

Alle Dokumente sind im Original und in Kopie vorzulegen.

Die Botschaft behält sich – im Interesse des Kindeswohls – vor, weitere Dokumente zu verlangen, sofern sie dies für notwendig erachtet. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Ein Motivationsschreiben ist ein selbst verfasstes, unterschriebenes Schriftstück, im dem Sie erläutern, weshalb Sie sich für ein Studium, einen Sprachkurs etc. in Deutschland entschieden haben. Nutzen Sie keine allgemeinen Floskeln, sondern legen Sie Ihre konkreten persönlichen Gründe dar. Das Schreiben kann elektronisch erstellt werden, muss aber handschriftlich unterschrieben sein.

Der Lebenslauf stellt ohne Lücken Ihren persönlichen Werdegang bis zum Zeitpunkt der Antragstellung dar. Bitte achten Sie auf eine klare und übersichtliche Gliederung. Der Lebenslauf muss handschriftlich unterschrieben sein.

Die Arbeitsbestätigung sollte auf firmeneigenem Papier (mit Briefkopf, Unterschrift und Siegel) folgende Informationen enthalten: Adresse und Telefonnummer des Arbeitgebers, Position des Arbeitnehmers in der Firma, Ihr monatliches Gehalt, seit wann Sie in der Firma beschäftigt sind.

Sie müssen einen ausreichenden Krankenversicherungsschutz, ab dem Zeitpunkt, zu dem die Einreise nach Deutschland erfolgt, nachweisen. Dieser liegt in Bezug auf nationale Visa vor, wenn Sie in Deutschland  entweder gesetzlich krankenversichert sein werden (bei einer Beschäftigung ist dies der Beginn des Arbeitsvertrags bzw. die Aufnahme der Beschäftigung, bei Familienzusammenführung die Aufnahme in die Familienversicherung, bei Studierenden die Immatrikulation, die nur erfolgen kann, wenn der Studierende eine Krankenversicherung nachweist) oder vor Einreise eine ausreichende private Krankenversicherung in Deutschland abschließen. Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung ist je nach Versicherungsbedingungen meist nicht ausreichend. Auch sog. „Incoming-Versicherungen“ können einen Ausschluss des Versicherungsschutzes enthalten, wenn ein langfristiger oder dauerhafter Aufenthalt geplant ist. Es obliegt Ihnen (ggf. unter Kenntlichmachung der relevanten Passage der Versicherungsbedingungen oder Vorlage einer Bestätigung des Versicherers) nachzuweisen, dass der Versicherungsschutz auch bei von vorneherein als längerfristig geplantem Aufenthalt in Deutschland besteht.

Der Gültigkeitszeitraum des Versicherungsschutzes sollte grundsätzlich die Gültigkeitsdauer des Visums abdecken. Erforderlich ist dies jedoch nur so lange, bis der Antragsteller nachweislich in Deutschland anderweitig versichert ist.

Es müssen zwei aktuelle, identische biometrische Passfotos vor weißem Hintergrund in der Größe 45 x 35 Millimeter vorgelegt werden. Die Fotos müssen die Person in einer Frontalaufnahme, ohne Kopfbedeckung und ohne Bedeckung der Augen zeigen. Beispiele finden Sie auf der Fotomustertafel.

Als Beleg deutscher Sprachkenntnisse können nur Sprachzertifikate anerkannt werden, die auf einer standardisierten Sprachprüfung gemäß den Standards der Association of Language Testers in Europe (ALTE) beruhen.

Dies trifft derzeit für Zertifikate folgender Anbieter – unabhängig vom Prüfungsort – zu: 

  • Goethe-Institut e.V., 
  • telc GmbH,
  • Österreichisches Sprachdiplom (ÖSD), 
  • TestDaF-Institut e.V. (Institut der Fernuniversität Hagen und der Ruhr-Universität Bochum; Sprachprüfungsniveau erst ab Stufe „B2“ GER). 

In der Regel sollte das Prüfungsdatum nicht länger als ein Jahr zurück liegen. Sind einzelne Module wiederholt worden, gilt das Datum des ältesten bestandenen Moduls. Alle Prüfungen müssen bei demselben Anbieter abgelegt worden sein.

In Deutschland abgelegte Sprachprüfungen können dann anerkannt werden, wenn sie von einem der oben genannten Prüfungsanbieter oder einem ihrer Prüfungslizenznehmer durchgeführt wurden und die Sprachzeugnisse entsprechend ausgestellt wurden.  Sprachzertifikate von anderen Sprachschulen, auch wenn sie über die Zulassung zur Durchführung von Integrationskursen verfügen, sind nicht anerkennungsfähig. 

Davon ausgenommen sind Zeugnisse für Fachsprachenprüfungen, sofern diese von einem dafür zugelassenen Prüfinstitut ausgestellt wurden.

Fragen zu Visumanträgen von Studierenden

Wenn Sie ein Studium aufnehmen möchten, können Ihr Ehepartner sowie Ihre minderjährigen Kinder unter bestimmten Voraussetzungen im Rahmen der Familienzusammenführung mit nach Deutschland einreisen. Hierzu ist es erforderlich, dass Ihre Familienangehörigen einen entsprechenden Visumantrag bei der Botschaft stellen. Welche Unterlagen benötigt werden, können Sie auf dem Merkblatt zur Familienzusammenführung einsehen. Bitte buchen Sie Termine für Ihre Familienangehörigen über das Online-Buchungssystem der Botschaft in der entsprechenden Kategorie.

Da Ihr Antrag und Ihre Unterlagen elektronisch und in Papierform an die zuständige deutsche Ausländerbehörde am künftigen Studienort versendet werden, ist es leider nicht möglich, in einem laufenden Antrag eine Zulassung für eine andere Universität einzureichen. Wenn Sie sich nach Antragstellung für eine andere Universität entscheiden, ziehen Sie bitte Ihren ursprünglichen Antrag zurück und stellen Sie einen neuen Antrag für den neuen Studienort.

Sie können Ihr Visum beantragen, sobald Sie eine Bewerberbestätigung der von Ihnen gewählten Universität oder Uniassist oder einen Zulassungsbescheid vorlegen können. Bitte beachten Sie, dass auch die weiteren im Merkblatt Studium und Promotion  genannten Unterlagen zur Bearbeitung Ihres Antrags benötigt werden.

Die Visastelle kann keine Beratung zum Studium, zu Universitäten und Studienfächern in Deutschland anbieten. Bitte nutzen Sie die zahlreichen Onlineangebote oder wenden Sie sich an den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Wenn Sie nach Durchsicht unserer Webseite noch Fragen zum Visumverfahren haben, kontaktieren Sie uns gern per E-Mail an visainfo@tehe.diplo.de.

Fragen zur Ablehnung eines Visumantrags

Ihr Einlader kann Ihnen zum Beispiel ein unterstützendes Schreiben übersenden, welches Sie Ihrer Remonstration beifügen. Er kann sich jedoch nicht selbst bei der Botschaft nach den Ablehnungsgründen erkundigen. Sofern der Gastgeber aus Deutschland dies für Sie tun möchte, benötigt er eine schriftliche Vollmacht von Ihnen, die er dann mit seiner Remonstration der Botschaft vorlegt. Die Vollmacht ist an keine besondere Form gebunden. Sie muss lediglich die Personaldaten des Antragstellers enthalten, den betroffenen Visumsantrag genau bezeichnen und vom Antragsteller eigenhändig unterzeichnet sein. Die Vollmacht muss in deutscher Sprache verfasst sein.

Es handelt sich bei dem Betrag um eine Gebühr für den Verwaltungsaufwand, der unabhängig von der Entscheidung für die Bearbeitung des Visumantrages anfällt.

Fragen von Visuminhabern

Das nationale Visum gilt zeitlich beschränkt für zunächst drei bzw. sechs Monate. Bei einer geplanten Aufenthaltsdauer von bis zu einem Jahr, z.B. für ein Austauschstudium oder einen einjährigen Personalaustausch, kann das Visum auch für die gesamte Dauer des geplanten Aufenthalts ausgestellt werden. Die Gültigkeit Ihres Visums entnehmen Sie bitte Ihrem Visumetikett.

Das nationale Visum gilt zeitlich beschränkt für zunächst drei bzw. sechs Monate. Entsprechend dem Aufenthaltszweck wird anschließend durch die zuständige Ausländerbehörde in Deutschland eine längerfristige Aufenthaltserlaubnis erteilt. Vereinbaren Sie bitte unmittelbar nach Einreise einen Termin bei der für Ihren Wohnort zuständigen Ausländerbehörde.

Bitte beachten Sie zudem, dass Sie nach den melderechtlichen Vorschriften verpflichtet sind, sich nach Einreise bei den zuständigen Behörden (i.d.R. das Einwohnermeldeamt) anzumelden und bei endgültiger Ausreise sich wieder abzumelden.

Es ist möglich, sich mit einem nationalen Visum („D-Visum“) und einem gültigen Reisedokument bis zu 90 Tage in einem Zeitraum von 180 Tagen im Schengen-Raum frei zu bewegen.

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